Samstag, 20. März 2010

mein erster nicht aus bhaktapur sondern aus POKHARA.

Jaja..seit letztem freitag bin ich in mener arbeitsfreien zeit zum explorer der unterschiedlichsten natur nepals, der verschiedenen busvehikel, der unterschiedlichen touristen oder weltenbummler und des nepalesichen nightlifes geworden.

am freitag abend haben wir us mal am abend unter das bute treiben in thamel gemischt - wow. meine erste abendexperience in nepal - es herrsche aber so buntes (ja hier laufen alle stark coloriert rum) auf der strasse. erst assen wir die besten momos ever;) mit carotte, broccoli und panneer gefuellt. delux. eine wahre gaumenfreude - eigentlich wolten wir noch enen ricepudiig aber man sagte uns es ware zu spaet um milch zu kaufen;) auffaellig war, dass viele alleireisede maenner an dem abend mein auge kreuzten - und grasgeruch meine nase. spaeter gings dann eine etage weiter runter und wir tranken everestbeer  - und die verschiedensten leute sassen um uns. der eine meinte dann so - er studiere seit eineinahlb jahren den buddhismus hier in einem kloster - und ch frgte ihn, ob es eine auszeit vom leben sei - er meinte...no this is the life. grossartig!

frueh gings los - im netten touribus auf zum pauschalurlaub ins terai - dass ich so schnell altere haett ich nicht gedacht.7 stunden busfahrt - und dann kamen wir zu i\unsrem resort. einfach nur lustg. wir standen mitten in der pampa ud vor uns lag ein resort mit swimmingpool und huebscher anlage. ich fuehlte mich so irreal. beim mittagessen blickte man ueber die grunen weiten felder, ab und an sah man paar tiere vorbeihuschen - beim swimmingpool statten uns ziegen einen kurzen besuch ab - und es war heiss. hot. nach etw 1 stunde freetime - ja dise art der zeritplanung hier ihn nepal war ganz neu fuer mich - begann unser programm mit userem fuehrer joke. wir besichteigen das dorf, sahen elefenaten rumlaufen - als ich den ersten nach aus dem jeep sah, war ich soo geflasht - eigentlch sah ich auch nur ein wankendes graues, monstroes grosses hinterteil auf einer strasse...., wohnten einer folkdancegruppe bei (zu der alle moeglchen touristen jeden abend hingekarrt werden und dann die menner mit irgendwelchen steocke und trommeln durch idekante springen. ich fands enfach nur lustg. aber es so was sinnloses zugleich - weil es so untradtionell ist in der heutigen zeit und nur der abendgestaltung von touristen dient. in den folgen den tagen sahen wir den dschungel - erkudeten ihn per pedes aber sichtlich geschwaecht von useren darmschmarotztern, die uns die ganze zeit im terai durchhaengen liesen. lektion : never drink a m angolassi durng a busdrive to terai.im nachhein scheint einem das schon lustig : wurden wir drei doch sonntagfrueh zur gleichen zeit (aber wirklich punkt fuenf - und dank duenner waende wussten wir, dass es uns kollektiv erwischt hat) aus dem bett geholt und frequentierten von da an das bad recht haufig...sind auf elefanten geritten (man war das ene schaukelige angelegenheit) - der elefant wurde mit fuessen und schlaegen gesteuert, haben ganz dschungelhaft elefantenreitend den fluss durchquert, baeume gestreift, rhinos gesehen - die nur faul im wasser lagen) und sind auf dem wasser rumgeschippert und haben am morgen veruscht ornitholigisch das gelaende zu erkunden, haben ukrainerinnen auf durchreisetrip bei unserer poolparty kennen gelernt, die auf der suche (und anscheindend auch die loesung) des nepalisecret sind. Eigentlich macht das Restaurant inclusive bar gegen 8 zu - nun haben wir ein wenig schwung in die bude gebracht und waren sage und schreibe bis 1 uhr wach. nightlife im terai. oh und an dem einen abend hat es gewittert - nicht bei usn, aber wir haben sooo grosse, farbige blitze wetterleuchten gleich gesehen.kurzum irgendwie war es gar nicht nepalilike -aber auch schoen.

Nach unsrem 3day package gings dann im ueberfuellten bus weitere 7 stunden nach pokhara....mitten in der pampa war bustreff und wir hatten die wahl zwischen kathmandu, pokhara und nep. ind. grenzuebergang - wir hatten irgendwie den langsamten und rudimentaersten erwischt. aber busfahren ist immer ein vergnuegen, welches einfach nur einlaed sich an der vorbeiziehenden landschaft zu erlaben. reisterassen, ein hellblauer, sich durchschlaengelnder fluss, kleine minidoefer aus lehm und stein, viel cocacola werbung -

kurzum buchten wir noch fix unser guest house - the funky place to stay - so konnten wir die uns umzingelnden taxifahrer und hotelbesitzer bereits abwimmeln, welche sich auf alle busaussteiger stuerzten.
nun sind wir in pokhara.....es soll das herzstueck der touristen sein neben dem himalaya. Nun - aufgrund Abwesenheit der Berge konnte wir diesen schoenen Flecken nicht so fix in unser herz schliessen. Es kam mir alles so mediteran vor - wie eine Strasse durch deinen mallorquinischen Badeort. Geschaefte und Restaurants, Geldwechselstuben und Travelagencies reihen sich aneinander - alle jedoch mit dem gleichen Angebot. Lakeside hat mich schon ueberrascht - weil es eben so touristisch war, die Haeuser waren bunter und moderner, es war ein anderer Schlag von Menschen (bis fuenf uhr nachmittags wurde auf der baustelle gearbeitet- kaum im verhaeltnis mit bhaktapur) schien mir zumindest so, wenn man so Bhaktapur und Umgebung sieht, dacht ich mir so, okay so ist Nepal - und dann kommt man her und sieht noch mal eine ganz andere seite. Aber hier Lakeside mit Promenade, die in fact eigentlich keine Promenade ist, da es keinen Strand gibt, schwirren auch so viele Trekker, Aussteiger, Weltenbummler, Hippies rum. Es macht einfach nur Spass die Leute zu beobachten. Letztens sassen wir am see - immer noch durchhaengend vom Terraitrip - und beobachteten Touristen, welche  mit einem Boetchen auf dem See rumschipperten. Den Vogel haben echt die jap. Reisegruppen abeschossen - mit Sonnenschirmchen und Sonnenhut und tw. auch noch overdresste Maedels  - einfach nur herrlich. Und die Nepalesische Jugend erst: hier ist der Sonnenbrillen und longhairlook bei den Schoenlingen angesagt.
Bon...da Tina, ein von den Maedels, Geburtstag hatten - schwebte uns der GEdanke vor, einfach mal reinzufeiern, die vielen Lokalitaeten hier boten sich doch an. Doch um 11 ist musikal. Zapfenstreich und dann erfreuen sich die handvoll Clubs an Kerzenlicht und schon angeheiterten Trekkern oder WEltverbesserern - aber es ist so interessant welche Leute man hier so trifft oder sieht. Und viele schauen auch noch so gut aus. ach ja.
Oh man - die anfaengliche ERneuchterung von Pokhara liess nach, als wir die World Peace Pagode erstiegen - und ich war so oder wir alle waren so ko von sage und schreibe 200 Hoehenmetern....aber fulmninantes weiss ueberraschte mich hoch oben auf dem berg, wir pausierten eine weile - und genossen getane laufesmued und joah - ich war ueberwaeltigt vond er gro3sse pokharas und wiedermal den gruenen reisterassen. das lustige ist echt, dass die Leute, die man trifft, sind so interessant was sie alle machen und oft sind es die gleichen udn alles so offen -aber man kommt auch schneller ins gespraech...da man ja meist auf auf englisch conversiert ist bereits eine barriere vorhanden - so eine sprachbarriere....und somit ist die persoenliche ueberwunden bzw. faellt sie nicht so schwer ins gewicht und man kommt schneller in kontakt.

nun sitz ich immer noch schwitztig im internetoffice - es ist sommer....und meine blase druekct....ich werde jetzt einfach mal posten, damit der blog weg ist;) augenschmankerl - hoffentlich -

bis dahin, pheri betaula

ganz liebe gruesse

Dienstag, 9. März 2010

Happy Holi


Am Sonntag war es nun soweit...endlich Holi. Ich war so voller Vorfreude:) Allerdings boten die Schlender in die Stadt in den vergangen Wochen schon einen Vorgeschmack auf das Hindufarbenfest. Als wir zwei Wochen zuvor nach Changu liefen, wurde meine Hosen schon von hinten attakiert - seit jeher sammelten die kleinen Jungs – oder auch größeren – das Wasser und die Straßenläden waren voll mit Holiartikeln - Farbe, Wasserpistolen und so einen Plastesäckchen. Gerade so drei Tage vor Holi fing es an – sobald ich Kinderschreie wahrnahm, war ich auf der Hut vor kleinen Wasseratacken. Doch meist waren dann die Jungs ganz kulant und lachten nur, wenn ich meinte please dont throw it...und oft hörte ich .. its holi time...und dann nahm ich auf ihren Hinweis die Beine in die Hand...besonders spannend im dunkeln auf dämmriger Straße....aber eine hilfreiche Methode um doch auf eine Dusche im Bad und nicht auf Straße nehmen zu müssen – immer wenn wir das KhTor passierten, fühlten wir uns in Sicherheit.Oftmals reichte aber schon ein Blick auf die Straße, die mit Wasserflecken und aufgeplatzten Plastiktütchen an manchen Orten übersät war, um mit einem wachenden Auge und trockenen Sachen heim zu kommen. Aber wie gesagt nur oftmals. An sich ist es ja nur Wasser – nur die Frage ist, welches Wasser.....:)
Wir hatten ja überlegt nach Thamel zu fahren, weil es dort besonders toll sein sollte, wenn ein Großteil der Touristen dort feiert. Von anderen hörten wir, dass es fürchterlich auf der Straße sein soll, da auch Teer und irgendwelche anderen resistenten Stoffe als Wurfgeschosse benutzt wurden. Entscheidungen und ich! Letztendlich blieben wir dann im guten Krankenhaus – und es war auch gut so. Sarah brachte tolle rote, gelbe und pinke Farbe aus Kathmandu mit, wir stibitzen uns 20ml Spritzen aus dem Lagerraum...kleideten uns schön ein und auf gings am Sonntag, endlich, happy Holi.
Kurzer Exkurs: So ganz hab ich immer noch nicht verstanden, warum Holi gefeiert ist. An sich ist Holi ein holy day als auch ein holyday und wir auch in Indien zelebriert. Man feiert die Austreibung des Bösen aus der Welt. Gefeiert wird der Sieg eines Gottes– einer der Millionen – über einen Dämonen. Comme toujours. Und eben dieser hat jemanden aus dem Feuer gerettet – und daher wird nun immer mit Wasser geworfen. Das Fest hat auch etwas versöhnlich – wenn Nachbarn oder Bekannte sich gestritten haben, wird mit Holi und indem man das Farbpuder miteinander austauscht, ein Neuanfang gestartet. Traditionell wird Holi mit Verwandten und Freunden zu Hause gefeiert – nur die Jugendlichen schlagen über die Stränge und daher wird Holi so zwiespältig in der Bevölkerung angesehn...ich versuchte mich im Lesen und Verstehen der Leserkommentare in der Kathmandu Post – nunja, mein Englisch.
Als ich eben diese las und genüsslich mein Frühstück mit Blick auf den Innenhof, der eigentlich noch recht verschlafen wirkte, einnahm, sah ich doch, wie das Personal anfing rumzuschäkern. Ganz vorn dabei war der Sohn (6) des Kochs – ein Prachtstück an Niedlichkeit:) - aufgrund des großen Gelächters wurden dann auch die anderen aus den Zimmern gelockt – und dann entdeckte der Junge uns – und versuchte uns mit seiner wasserpistole abzuschießen....ha! Das wäre doch gelacht gewesen. 20 ml Einwegspritzen. DIE Waffe. Ich hätte nie gedacht, wie weit und genau man mit den spritzen kann....Nun kam langsam Schwung ins Altenheim. Wir turnten etwas rum, allerdings drei mal dürft ihr raten, wer uns zu erst nass gemacht hat: Ein Opi. Ein dreister:) Er stand unauffällig oben am Geländer und goss frohen Mutes Gläser mit Wasser auf uns, während wir in unser Gefecht vertieft waren. Nachdem dann auch die ersten Farbbomben gefallen waren, wichen wir auf den Garten aus – zwischenzeitlich kam auch mal der Krankenhausdirektor vorbei um uns ein Happy Holi zu wünschen. Wie magisch zogen wir die Bewerferei an und plötzlich schossen wir auf Jungs, die wir noch nie zuvor gesehen hab – sie arbeiten hier irgendetwas, constructor....who knows. Es ist sinnlos zu beschreiben, wie es abläuft, es ist einfach eine Mischung aus dem infantilen Spieltrieb einer Schneeballschlacht und der sinnfreien Ausgelassenheit des Karnevals. Das interessante ist, dass meist Jungsgruppen von so etwa 10 Mann durch die Straßen laufen – aber die Frauen alle auf den Dachterassen stehen und von oben ihre Wasserbecken entleeren.




So auch unsere Nachbarn. Es hat einfach Spaß gemacht. Man schnappt sich das Farbpuder, panscht damit rum und coloriert damit Gesicht und Sachen. Nach der Finissage des Spiels, wärmten wir uns frisch geduscht wieder in der Sonne auf. Doch das war zu früh. Dann ging des Farbspiel erst richig los. Und zwar bei der Feier der alten Leute! Wir wurden folgten der Einladung des Raikimeisters (der zuvor noch ein ordentliches Mischungsverhältnis von Cola und Whisky herstellte....) und betraten den Raum...auf einmal stürtzten Frauen auf uns zu um unserem weißen Gesicht doch noch Farbe zu verleihen – erst probierten wir zu flüchten, sehr zum Amusement der älteren – doch dann gaben wir uns – unter Betonung von ali ali (wenig wenig) den Farben hin. Doch das war eine Täuschung. Einmal angefangen, gab es kein Entkommen und zahlreiche Frauen mit Farbpuder umzingelten usn und kamen auf uns zugestürmt. Ich glaube soo farbfanatische Leute hab ich noch nicht gesehen. Da waren ja die Jungs noch recht gemach in ihrem Spiel. Was solls – wir sahen nun alle selten geschossen aus – es gehörte nun mal dazu. Dann sollten wir noch das Fetchen mit einem Tanz eröffnen...dem special Holitanz...sehr zur Freude der Damen und Herren, die uns . Musik kam von einem Keyboard, Klanghölzern, Triangeln und so einem typischen Instrument...wie heißt das..mensch. Mittendrin sprang dann noch der Reikiman rum und warf Puder durch die Kante. Zwei Omis, sicher so an die 70, tanzten flott mit. Ach die Nepalesen wissen es ausgelassen zu feiern. Während wir der Oldiparty beiwohnten, ging im Vorgarten die Party ab – auf einem aus Bett improvisierten Tischen tanzen die constructor, Krankenschwestern und feierten lauthals – ebenfalls ein Freibrief zum Prozente schlürfen. Ein zweiter Waschgang folgte – meine Fingernägel sind immernoch von der pinken Farbe verschönert. Holi ist schon toll. Es macht auch einfach Freude zu sehen, wie die älteren in ihren Festen aufgehen, wie sie tanzen, wie sie die Musik mögen, das hat alles so was Spirituelles aber auch so was Echtes. Nun werden wir auch immer mit einem noch breiteren Namaste und Grinsen begrüßt -



Ansonsten haben wir eine Morgenwanderung zur größten Shivastatue der Welt unternommen – aus dem Wanderung wurden dann eher eine Busfahrt. Aber ich liefe es Buszufahren (außnahme: die Fahrt nach Kathmandu), die Musik, die Leute, die Landschaft, die an einem vorbeizieht, letztens saß noch ein Huhn mit im Bus. Allerdings war auch die Statue under construction. Wir wollten uns dort den Sonnenaufgang anschauen, doch so wirklich bekamen wir sie dann nicht zu Gesicht – es war aber ein schönes Gefühl meditierend auf dem Hügel zu stehen und vor einem lag mal wieder das grüne Tal rund um Bhaktapur.

 
Vor paar Tagen gabs das heftigste Gewitter oder den heftigsten Regenschauer, den ich bisher erlebt habe: Innerhalb von zwei Minuten prasselten sooo viele Hagelkörner nieder, dass der ganze Innenhof aussah als wäre er mit Schnee bedeckt. Aber es war auch so laut – wir standen auf dem Gang und konnten kaum unser eigenes Wort verstehen. Nachdem der große Schauer vorüber war, wurde gleich mit den Hagelkörnern ein zweites Holi gespielt. Es war so erlösend – endlich wieder frische Luft zu haben – auch wenn es nicht lange anhält. Aber es war die erste Nacht, die ich mit offenen Fenster schlief. Ha von meinem Mut bin ich immer noch ganz baff.

Was gibt es noch zu berichten: Wir haben heut angefangen, unsere Malpläne an die Wände der Kinderstation zu bringen. Nun warten wir sehnsüchtig auf die Farbe!!
Morgens gegen 9 – besagte Nepalitime – geh ich zur Visite mit – und dankenswerter Weise erklärt der Professor viel auf Englisch und ich lerne etwas! Heut hatten wir ein langes Treffen mit ihm und der Matron – und eigentlich haben beide so viele Visionen und sind voller Tatendrang hier etwas zu verbessern – aber dann sind sie doch gebeutelt von der Mittellosigkeit. Lets see, what will happen. Kulinarisch gab es hier jede Menge Abewechslung: letztens gabs mal wieder Ricepudding! Yammie wie Aivy immer sagt. Mein Nepali dümpelt immer noch so vor sich hin. Letztens war ich bei der ersten NepaliClass – düdümm...Effektivität gleich 0... ich glaub wir nehmen das selbst in die Hand … ich glaub ich lern
hier echt Eigeninitiative, zumindest wär das doch wünschenswert. Die Aussprache ist so schwierig – es gibt so viele Laute, die ich vom Hören nicht mal so richtig unterscheiden kann – mal schauen...innerhalb von drei Monaten sollte man schon etwas gelernt haben...mein persönlicher Ansporn. Aber momentan leg ich noch den Schwerpunkt auf practising English. 


Nachtrag...eigentlich ist der der Entwurf schon seit einer Woche gespeichert - doch zum posten bin ich  nicht gekommen. 
Kurz zur den Highlights der vergangen Woche/Wochenende
- Samstag war MOooovienight. Wir haben es uns mit frisch gekaufter BollywoodDvd, Keksen, Nüssen bei Aivy im Zimmer gemütlich gemacht und schauten Chance pe Dance!!! Einfach nur zum schreien...obwohls auf Hindi, durchsetzt mit englischen Phrases, war, sagten die Bilder mehr als jedes Wort. Es war kein HardcoreBollywoodfilm, aber es, comme toujour um die Liebe, um den Magic Moment, den Star of India, persönliche rückschläge.... und der Hero sah echt recht schnukkelig aus. Er toastete das Brot mit dem Bügeleisen, war Tanzlehrer, der den unterricht verschlief...an sich einfach nur strange, aber so lustig!
- der von uns inspizierte Supermarkt ist gefährlich, bietet er doch so unglaublich leckere Kekse:(
- unsere Wände sehen schon schön kinderkunterbunt aus - eigentlich erschlägts einen, wenn man den Raum betritt - und ich merke das Fehlen meiner künsterischen Tätigkeit...aber immerhin verzierte ich das Ufer mit Fr-öschen und den Hügel mit ganz niedlichen Schäfchen....
- mit dem Zimmerumzug hiel zwar der Luxus der Unabhänigkeit Einzug, aber leider mussten wir den des warmen Wassers abgeben - nun gut. letztens hatten wir auf einmal gar kein wasser....und das zum Sonntag, wo ich doch wieder die Beine in der Waschschüssel schwingen wollte...aber das gute ist, dass es jetzt echt so schön warm ist. Letzens saß ich zum Frühstück auf dem richtigen Balkon und nachmittags ist es auch doch herrlich - man hat seine Ruhe, nur der Radiomann schaut vorbei, und die Sonne und den Ausblick...
- das tolle ist, man trifft hier so interessante Leute, man lernt viel kennen, alles fügt sich so dem andren - ach es ist schwer zu beschreiben
- die Landschaft ist schön, letzens waren kurz die Berge in sicht....




Nun finito, ich glaub der Schließmann kommt gleich - er ist schon da, und ich will das noch flott losposten, damit es diesmal etwas wird, obwohl so vieles auf mich einprasselt und es eigentlich noch so viel kleine Begebenheiten Erwähnung finden sollten, nun bis bald, ganz liebe grüße 


ach ich sage dem Krankenhaus für eine Woche adé und mache Urlaub...jaja nach sechs wochen harter Arbeit braucht mein Gemüt Frischluft:) Nein, im Ernst, ich packe die Gelegenheit beim Schopfe und reise mit den drei deutschen Mädchen in den Nationalpark und nach Pokhara. ich bin gespannt....und freu mich schon:)


Ganz ganz liebe Grüße an euch;)


bis bald, eure Marie

Freitag, 26. Februar 2010

Von feierfreudig-fanatischen Männern, grünen Tälern ...




Es ist Mittwoch – und eigentlich sind meine Gedanken zur Zeit nur beim Wochenende...living for the weekend...
Ich nehme mir jeden Tag vor etwas zu schreiben – aber die Selbstdiziplin und die Unvorhersehbarkeit des Tagesablaufs machen mir dann einen Strich durch die Rechnung. Letztens sagte ein Nepalese hier im Krankenhaus “In Germany you think and then you make a plan...you always have a plan and then the things will be good … i like it.“ Doch ich glaub wir machen manchmal echt zu viel Pläne. Da fällt mir nur ...war es John Lennon, der es sagte?!....“Life is this, what happens while you are making other plans“ ein.
Eindrücke en masse prasseln auf mich ein. Der Alltag hält Einzug.

Bon. Die vergangenen Wochen – ja in der Rückblende betrachtet – war nicht sonderlich spannend – zumindest, was die Arbeit betrifft. Je zwei Tage verbrachte ich im Altenheim, in der Notfallaufnahme, im Labor...zudem gesellte ich mich mal mit zur Zahnartzuntersuchung und X-Ray .

Kulinarisch gab es auch keine Höhepunkte zu verzeichnen. Dhal Bhat jeden Mittag und wahlweise jeden Abend (doch das fällt meist aufgrund der Monotonie unter den Tisch). Doch zugegebener Weise, nimmt die Geschmacklickeit der Gemüsevariation zu und ich freue mich mittags drauf. Dazu gibt es meist Milktea – und letztens Curt, den typischen Joghurt. Ein deluxes Mahl. Meine Vorliebe für Momos habe ich auch entdeckt. Es sind mit Gemüse (wahlweise auch mit irgendwelchem Fleisch) gefüllte Teigtaschen – mein Gaumen wird ein wahrer Momokenner nach diesen fünf Monaten hier. Dazu gibt es meist einen recht scharfen Linsendip – sehr vorzüglich.

Puh, zwei Wochen irgendwie zusammenzufassend wiederzugeben ist schwer.

12.02.2010
Fanatische Männer
Vorletzten Freitag wurde ja mal wieder hinduistisch-göttlich zelebriert und wir hatten frei– eine Schwester (die älteste im gesamten Krankenhaus ist 28!) wollte mal nach Pashuputinath, dem wichtigsten Hindutempel im Tal. Ich hatte im Vorhinein viel über Fest gelesen: Yogimänner und Pilger aus ganz Nepal und sogar Indien kommen – zum Teil sogar per pedes – nach Kathmandu. Der Tag ist der Freibrief für den hemmungslosen und nunja – geduldeten Haschischkonsum (Obwohl Yogis dieser eh erlaubt ist). An sich sollen sie mit Lendenschutz bekleidet sein und wie die Nackedeie im Tempel rumhocken. Doch mir blieb dieser Blick fern. Es war ein richtiger im Bettbleibetag – grau in grau, doch meine Ambition etwas Echtes, etwas Kulturelles zu sehen siegte über meine Trägheit – erst ging ich mit der Schwester zu ihr nach hause. Uh. Es war arg kalt. Die Küche bestand aus einigen auf den Boden stehenden Schüsseln und Eimern mit Wasser, zwei Gasplatten und einem Bett. Die Wände waren roher Beton . . . kein Wunder, dass hier so viele Kinder aufgrund von Atemproblemen und Durchfall behandelt werden. Aber Gastfreundschaft wird groß geschrieben. Wir tranken Kaffee (langsam fehlt mir mein morgentlicher Wachmacher) und marschierten dann über aufgeweichten Baustellenboden auf die andere Straßenseite und warteten auf einen Bus...wie sie nun den richtigen aus den vielen vorbeifahrenden Busse erwählte, habe ich nicht ganz durchstiegen. Aber es war so seltsam – man bleibt einfach irgendwo am Straßenrand stehen und die Busse halten an. Im Bus selbst, lief nepalesische Popmusik. Die fetzt schon und da macht das Busfahren doppelt Spaß – über Schlaglöcher, hupende Stopandgos – Die Bussitze sind sehr bequem – fast so wie kleine Reisebusse oder wie die 329 – jedoch auch schnell voll und oftmals wird das Busdach auch als Sitzfläche benutzt....ich hätte so bammel, dass ich runterpurzeln würde ! Nun...irgendwann wurde aus dem StopandGo ein Stop und es ging aufgrund eines Streikes nicht weiter. Streike gehören hier zum Alltagsleben wie bei uns Bahnverspätungen. Streiks sind so etwas Bundestagsdebatten bloß auf der Straße – und hier bei 52 Regierungsparteien so populär wie … Oftmals werden sie vorher im Internet oder per VoicetoVoice angekündigt, aber es ist doch alles ungewiss und die Gerüchteküche ist am brodeln – mal schauen ob es Ende Mai (eine neue Verfassung soll verabschiedet werden) besser wird.
Nun ich war bei Maha Shivaratri. Es war ganz gut, dass keine Fahrzeuge mehr den Weg passieren konnten, stieg mit jedem Meter (und wir liefen sicher so an die 30 – 40 Minuten) linear und letztendlich exponentiell doch die Anzahl der Passanten. Irgendwann kreuzten junge indische Kerle, sicher in hochreliglösen und hochnebulösen Sphären schwebend, auf Trommeln spielend und singend unsere Wege – Pulkbildung unvermeidbar und ich bangte, die Nepalesin zu verlieren. Die Straßenseiten waren gesäumt von Händlern, die von Essen über Schmuck bis hin zu Unterwäsche alles anboten. Als wir dann vor dem Areal standen, war es sooo unspektakulär. Es standen auf einem schlammigen, unscheinbaren Feld (normalerweise Touristen/Pilgerbusparkplatz) einige bunte Zelte, aus denen Hindumusik drang, Männer und Frauen tanzten. Das hatte beinahe so eine Szigetatmosphäre. Nun wollten wir aber endlich mal zu den Yogimännern hervordringen, doch dies gestaltete sich schwieriger als gedacht: Zuerst mussten wir ein Tor passieren, uns ins Zweierreihe einordnen und ...weiter sind wir auch gar nicht gekommen....Als wir versuchten uns irgendwie zu sortieren, drangen immer mehr Männer – aber wirklich nur Männer – in die Masse und drängelten und schubsten – aus Angst und aus Unwohlgefühl her aus, verließen wir den Pulk - und starteten einen zweiten Versuch von der Seite. Doch auf einmal kam die Polizei – mit Bambusstöcken bewaffnet und soo zahlreich präsent – warum auch immer – auf die Wartenden zu, welche nun sich pulkartig rennend entfernten. Boh...es ist soo ein seltsames Gefühl als Weiße unter all den Männern zu sein...unangenehm und wir fühlten uns auch nicht sicher – der entgültige Anlass diese Menschenmasse zu verlassen – ich bekam echt Angst und es war so anstrengend. Überall standen Leute, rauchend, verkaufend, handelnd, celebrierend. Auf dem Rückweg sahen wir so viele Pilgerbusse – so bunt, so hippiehaft – ...wir nahmen ein Taxi heim:) Es war nun nicht grad ein schönes Fest, aber es war so ein tolles Erlebnis alle diese Leute in ihrer Religion aufgehen und etwas Landestypisches zu sehen. Am Abend saßen wir noch im Hof vom Altenheim mit einigen Bewohnern zusammen – eine meinte, es wie Weihnachten heute. Es brannten überall Feuer – es wärmte so schön und hatte auch etwas Familiäres. Zugleich wurde die Gelegenheit ergriffen und altes Baumaterial zu verbrennen – eine Freude für alle hier befindlichen Männer, die bei Feuerspielchen wieder zu kleinen, wagemutigne Jungen mutieren. Wir brauchten kaum Licht, so lichterloh brannte ein Feuer vor unserem Fenster:)


13.02.
Baukunst
Am Samstag war es nebelig. Aber so! Das Überqueren der Straße war beinahe unmöglich, so wenig hat man gesehen. Eigentlich wollten wir unseren Ausflug zu dem 8km entfernten ältesten Tempel (auf einem Hügelchenchen gelegen – alles andere würden die Nepalesen als Verhöhnung wahrnehmen) des Valleys absagen, aber unser nepalesischer Begleiter (ebenfalls einer vom Kranhenhaus) war zuversichtlich und los gings: Ab durch Bhaktapur, langsam wurden die Fahrzeuge weniger, die Häuserabstände größer, die Umgebung grüner - wir liefen durch kleine Dörfer – Frauen wuschen, Kühe und Ziegen standen vor den Häusern, Kinder tollten rum. Die Landschaft war so toll – so saftig grüne Weizenfelder gesäumt von einzelnen bereits blühende Rapspflanzen breiteten sich terassenförmig vor uns aus. Landidylle! Es ging leicht hügelig bergauf und bergab – letztendlich nur noch bergauf und dann noch soo viele Stufen. Man waren wir k.O als wir oben ankamen – sicher aufgrund der prasselnden Sonne:) Und in der Tat man hatte eine wunderbare Aussicht – sowohl auf den Himalaya als auch auf das sich vor uns ausbreitende Tal. Wundervoll! Wir bekam jede Menge Infos über Shiva und seine 10 Inkarnationen, die Zusammenhänge, Verwandtschaftsverhältnisse, Vergehen....man o man. So viel, dass es schwer fällt den Überblick zu wahren und sich alles irgendwie zu merken. Nun standen wir also vor einem 17hunderjahre alten Tempel. Das ist schon imposant, gerade wenn man sich bedenkt, wie filigran sie schon damals Holzschnitzereien angefertigt haben, wie früher alles konstruiert war. Um diesen Tempel standen weitere kleinere Schreine und Templchen und eine Stupa (typisch buddhistisch) – und nicht zu vergessen: Jungs, die Tischtennis spielten und laut Handymusik hörten. Der Aufseher gesellte sich mit zu ihnen. Nunja nunja. Mit Blick auf das Tal stärkten wir uns und aßen kollektiv Momos – irgendwie hatte ich das Gefühl im Sommerurlaub zu sein. Rückzu wählten wir den Bus – eine weise Entscheidung – über Stock und Stein, halb im Morast versinkend, brenzlige Überholmanöver ..nunja auch das will gelernt sein – aber ich hab noch nicht einen Unfall gesehen! - so konnte man den ganzen Blick über das Tal nochmal genießen und saß noch ein paar mehr verschlafene, ursprüngliche Dörfchen....
Ein Abstecher zu den Wasserbecken der Stadt – die auch als Rendez-Vous-Platz dienen, vervollkommneten den Tag! In ein Landheimressume würde ich nun schreiben: Geschafft aber glücklich!

14.02. Happy Valentines Day
Die Überraschung des Tages: Herrn Valentin wird hier glaube ich mehr Bedeutung als bei uns zugedacht. Allgemein spielt glaube ich für die jungen Leute die Liebe eine sehr große Rolle, sie fragen ob man schon verheiratet ist und ob man an Liebe glaubt...in Deutschland würd ich solche Fragen so absurd finden... aber ich glaube hier ist es auch aufgrund der Tradition her anders. Es sind ja keine Liebesheiraten – es sind arrangierte...es ist kein Platz für ein Verliebtsein (oder für Liebe) – sondern ein starres Konstrukt aus Bekanntschaften, Kastenzugehörigkeit, Vorteilsdenken.... Vielleicht spielt daher auch in den Bollywoodfilmen die erfüllte, gegenseitige Liebe so eine große Rolle – die Träume bekommen einen ...Etwas However...ich war wirklich überrascht. Ich bekam meine allererste Valentinstagssms – wer hätte das gedacht – in Nepal:) Allerdings von der Schwester, die mich am Freitag mitgenommen hat;) Aber nicht nur das: Auch der Krankenhausmanager klopfte an unsere Tür und wünschte uns einen HappyValentinsDay. Ach Mensch... Cat Stevens Worte und Töne schallten durch unseren Raum und es schien so stimmig:)

Impressionen aus dem Krankenhaus und Bhaktapur
 X-Ray-Geräte, die eine leibhaftige Zeitreise in die 1950 Jahre erlauben
 eine Strahlenschutzvorkehrung – zum Haare sträuben: beim Röntgen werden keine Bleischürzen angelegt und bei jedem X-Ray-Bild flüchtete ich mich nach draußen – irgendwie fühlte ich mich zu kontaminiert in dem Kabüffchen
 zur Zeit findet so ein großes Umräumen statt...überall wird gebaut, geräumt. Vielleicht brauchen das auch die Nepalesen um zu sehen, dass etwas im Prozess ist...who knows. Aber ambitioniert sind sie schon auf ihre weise.
 Ich begleitete das HIV Projekt und war an zwei Schulen....als wir die erste erreichten, fragte ich mich wo hier so viele Schulklassen (1-9) untergebracht werden sollten – ich sah nur drei Räume in einem Flachbau...surprise surprise erwiesen sie sich doch als mehr und ein einfacher Bau aus Backstein und Wellblech – unterteilt mittels Miniwänden aus Backstein – diente für Klasse 7, 8 und 9. Das interessante ist, da es eine öffentliche Schule war, waren in jeder Klasse nur etwa 6-11 Schüler – auf kleinen Holzbänkchen, in blauer Schuluniform, hübsch gemachten Haaren, und waren schon sehr wissbegierig...oder machten große Augen als ich ein paar Floskeln auf Nepali sprach und dann kurz zur Aids-Erklärung interagierte, mir persönlich hat das großen Spaß gemacht, weil es etwas so aktives war und etwas -hoffentlich- von Bestand. Aber es war auch so seltsam...nun stand ich vor einer Klasse – vor einem dreiviertel Jahr war ich es, die noch in ihre Hefter schrieb und nun schrieb ich an die Tafel.
Am Tag drauf, war ich bei einem Hiv Contest in einer Schule...sozusagen zur Wissensüberprüfung. Mir war gar nicht bewusst, wohin es geht – eine aus dem Büro meinte nur, dass es toll wär, wenn einer mitkäme....nun ich lies mich überraschen und wartete auf den Driver...und später ---NepaliTime eben---- ging es los..auf dem Motorrad über den Highway, zwischen Hupen, mit Beuteln bepackt, mit zugekniffenen Augen – im wahrsten Sinne Augen zu und durch – und natürlich mit einer kleinen Portion an Ängstlichkeit...aber es fetzt schon so mit dem Motorrad durch die Lande zu düsen – ich liebe es, wenn man den Fahrtwind spürt. Da erscheint einem alles so leicht – irgendwann kamen wir auch an...und zugegebener Maßen war ich überrascht, wo wir gelandet waren...Es war ein richtiges Schulevent, Klassen sind gegeneinander angetreten und als Hellhäutige ist man natürlich auch ein Faktor von Interesse und Betonung der Wichtigkeit der Sache – allerdings schaute ich nur zu und fand es toll das zu erleben…. und ich erblickte zum ersten mal gelockte Haare.

 Mittagspausen können auch nach Belieben ausgeweitet werden (sodass auch eine Rückkehr zur Arbeitsstätte ausbleiben kann) um die Vorzüge der Sonne im Garten liegend zu genießen:)
 Stromausfälle - trotz Generator – kommen gelegentlich vor. Das gesamte Altenheim erstrahlte in der Notbeleuchtung – nur unser Raum blieb 220Volt arm. Thats the real nepali live...
 Nepalesen lieben es zu rotzen – laut und überall...Taschentücher gelten als verwerflich...wir trainieren um am Ende des Aufenthalts einem Nepalirotzcontest glorreich zu bestehen


Wochenende bei der Matron
Nun Freitag ging es mit dem krankenhauseigenem Chauffierservice auf nach Kathmandu. Die Matron – irgendwie vergleichbar mit einer Oberschwester, aber einflussreicher – und zugleich unsere „Gastmutter“ - eine kleine, wohlbeleibte Frau von 65 Jahren … man sieht sie immer wie durch einen Gast über den Gang schwebend schlürfen - lud uns für das Wochenende zu sich nach Hause ein. Ich war gespannt – ich bin einfach immer so gespannt zu sehen, wie die Leute hier wohnen. Sie wohnte in einer Vip-Gegend von Ktm...die Häuser, die alle wie kleine Türmchen in die Höhe ragen (meist drei Stockwerke mit einer sehr kleinen Grundfläche), waren bunt angemalt, standen sehr dich beieinander (man konnte das TV-Programm vom Nachbarhaus exzellent mithören) – aber es war sehr ruhig (kein Straßenlärm, kein Hundebellen – eigentlich nur Ruhe!). Für meine Ohren kaum vorstellbar – mitten in Kathmandu. Und die Wohnung war auch nett – nicht stark möbliert, sicher auch aufgrund der oftmaligen Dunkelheit, warm, mit Blick auf einen grünen Baum – mit Etagendusche und Zähneputzen outside. Es war so lustig als man morgens auf dem terassenartigen Vorsprung während des Zähneputzens stand und man ringsrum überall auf den Häusern Zähne putzende Leute erblickte. Am Abend erfolgte ein kurzer Abstecher nach Thamel – und ich war wieder geflutete von dem Angebot an Sachen – wir waren in einem Buchladen – eine Wucht! Und kauften uns ein Buch um Nepali zu lernen – im Nachhinein entdeckten wir, dass hauptsächlich nur die Zeichenschrift Verwendung findet:) Strike! . . . Aber es ist so penetrant nervig, wenn man ständig von jeden Seiten angesprochen wird weil man so wie ein Tourist ausschaut – Taxi hier, Rikscha da, Namaste überall – und eigentlich bieten sie dort in den Souveniersachen an, die ich bisher an noch niemanden gesehen hab – also total klischeehaft. Plötzlich hörten wir Sirenen – und kurzerhand wurde die Straße abgesperrt und irgendwelche Politiker fuhren vorbei – begleitet von einem Pickup mit etwa 10 sichtbar schwer bewaffneten Soldaten – irgendwie ein unheimliches Gefühl. Wie es sich sicher bei einer nepalesich-gastfreundschaftlichen Bewirtung war das Abendessen (Dhal Bat) reichlicher als reichlich, aber sehr vorzüglich. Langsam bin ich immer gespannter, welches Gemüse es heute gibt – und ich werde zum Reisgourmet. Zum Nachtisch gabs Rice-pudding- vergleichbar zu Milchreis. Hach, eine Gaumenfreude! Mit PseudoLagerfeuerromantik dank eines Heaters schlummerte ich soo schnell ein wie schon lang nicht mehr – und ohne zusätzlichen Pulli!
Wir besichtigten zwei Krankenhäuser – ein Kinderkrankenhaus und das Teaching-Hospital. Es ist so hart, wenn man das alles sieht - und man gesagt bekommt, es ist das bestausgestatte Krankenhaus in Nepal. Das Teaching-Hospital hatte unheimlich viele Angebote – zumindest preisen sie es am Eingang an – die tatsächliche momentane Funktionalität ist eine andre Sache. Wir sahen die HNO Abteilung, Medizinische Klinik, Neuroabteilung, Kinderstation, Nephrologie, die Intensivstation sowie die Herzstation. Aber das beeindruckendste war die Geburtsstation – da bliebe ich lieber zu Hause. Ein auslandender, neonbeleuchteter, dreckiger Raum, blutverschmierte Laken, Eimer und Betten – mir lief ein Schauer über den Rücken als ich sah, wo hier die Kinder zur Welt gebracht werden. Kurzzeitig musste ich an meinen ersten Ostralebesuch (insb. Fettschmelzenkeller) denken. Nun, von den medizinischen Geräten hab ich wenig Ahnung, aber dass es eine halbe Behelfsmechanik und Zeitreise der Medizintechnik ist, kann man glaub ich auch so feststellen. Es gab 5 oder 6 Intensivstationsbetten – für das Tal! Ob die Behandlung und Stationierung eine Relevanz bei dieser Ausstattung hat - who knows. Arg heftig fand ich auch die Stationen, ein gänzlich großer Raum, mit etwa 30 bis 60 Betten! Hygiene und Sterilitätsvorschriften werden kaum eine Bedeutung beigemessen – Handschuhe werden, wenn sie denn überhaupt verwendet werden, wieder verwendet, Desinfektion von Geräten in der Tat ein Fremdwort, Verbandsmittel werden selbstgenäht, die Wäscherei ist ein Raum, der ganz und gar nicht nach Wäscherei ausschaut eher nach altem Industrieraum mit, der sterile OP-Bereich ist nur durch eine rote Linie auf dem Boden abgetrennt–
Ich war sehr bedrückt als ich aus dem Krankenhauskomplex rauskam...eine Hilf- und Tatenlosigkeit überkam mich. Aber ich bin ihr so dankbar, dass sie uns diese Krankenhäuser zeigte – ist das doch so wichtig und es war auf eine besondere Weise ein prägendes, einschneidendes aber auch tolles Erlebnis.
Später fuhren wir zu Verwandten und wir schauten uns die dritte Talstadt – Patan – an – mal wieder gab es Milktea....ich bin schon fast süchtig nach ihm:)... - und dann gings im TucTuc – das ist ein Microbus, welcher mit Elektromotor betrieben auf drei drei Rädern durch die Straßen düst – und innen 14 Mann und hoher Transpirationsrate zur ihr heim. Und dort genossen wir die Vorzüge einer Dachtasse – es ist so toll, einfach dort rumzusitzen, in den Himmel zu schauen, die Freiheit über den Straßen und Dächern der Stadt zu spüren. Überall stehen Teracottatöpfe mit Pfanzen rum – es wirkt auf mich manchmal alles sehr mediterran. Außerdem machten wir einen längeren Abstecher in einen der größten Supermärkte des Landes! Manoman. Wer meinte, Nepal bietet keinen Konsumrausch, der lag falsch. Me too. Auf 4 Etagen verteilten sich unmassen an Schuhen, Stoffen, Keksen, Obst, Cremes, Anziehsachen . . . allerdings zogen wir nur mit den üblichen Gebrauchsartikel wie Toilettenpapier, Gemüse, Saft und Badartikel heim – mit Taschenlampe, einzelne Autolichter leuchteten uns den Weg...allerdings haben wir die Hälfte unserer nur in Gedanken existierenden Einkaufsliste vergessen...
Bald war es auch schon Sonntag – und regulärer Arbeitstag. Wir wurden am Morgen von der Ambulanz abgeholt! Nun tuckerten wir in einem Uraltfahrzeug irgendwo neben des Highway lang – es ist soo enstspannt....



Nun sind wir auch schon zu dritt – ab morgen zu sechst - als Freiwillige hier. Am Samstag kam eine malaysisch-australische Ärztin hier an – man wenn alle Australier so sind, kann ich Elli echt verstehen, wenn sie länger dort bleiben will...einfach unglaublich herzlich, nett, hilfsbereit und einfach zur allgemeinen gemütsmäßigen Erheiterung beitragen. Und ich spreche wieder mehr englisch! Letzens haben wir mal angefangen etwas System und Ordnung in die Neben-und Übereinanderlagerung von allmöglichen Sachen im Stroreroom zu bringen. Eine Zeitreise durch die Geschichte des Krankenhauses und der Medizin bleibt unweigerlich nicht aus. Und was man alles dort findet – mit OP-Kitteln und Mundschutz gerüstet packten wir an. Kinderspielzeug, OP-Besteck (obwohl es ja gar keinen OP gibt), tausende Spritzen, Kanülen, Labormaterialien, … es ist glaub ich einfach die Mentalität--- aber es ist auch frustrierend, alles wird einfach in einen Raum gepackt, keiner befasst sich mit den Sachen und keiner weiß von der Existenz vieler hilfreicher Sachen – wir fanden etwa 2000 Kondome und das HIV-Projekt suchte Möglichkeiten welche in größeren Mengen zu bekommen. Es wird sicher ein bis zwei Wochen dauern – dann ist es piccobello...wie lange ist eine andere Frage. Aber es fetzt, so lerne ich viele Instrumente und medizinisches Equipement kennen mit zwei so sachkundigen Leuten...und man sieht, welchen Fortschritt man macht.
Die Abende verbringen in unserem liebsten Dachterassencafé, mit Lesen, rumliegen oder indem ich diesen Blog hier schreibe...es geht momentan so schwer von der Hand. Manchmal waren wir auch unglaublich handwerklich kreativ und produktiv...die Not macht eben erfinderisch. Ich habe gelernt, was man alles mit Klebeband und Schnürsenkeln anstellen kann –
Allerdings haben wir nun nicht mehr so viel davon – da wir unser Zimmer räumen mussten. Jaja Nepali-Time und Nepali-Arbeitseinstellung sorgten dafür, dass die neuen Gästezimmer nicht rechtzeitig fertig wurden und wir nun einen kleinen Umzug vornahmen. Ich wohne nun 3 Zimmer weiter. Ein Einzelzimmer. Allerdings habe ich keinen schönen Bettblick mehr – jetzt sehe ich die Pagode vom WC-Sitz aus.
Nun sind wir zu sechst, drei deutsche Medizinstudentinnen erweiterten unseren Bund der Freiwilligen, allerdings bleiben sie nur geschlagene drei Wochen. Vielleicht auch kürzer. Nun sind wir 6 Mädchen hier, ob das bezeichnend ist?

Nun ist schon wieder Freitag....wie die Zeit rennt und meine Finger und der Verlauf des Blogs nicht mit mithalten können.

Ich bin gespannt, was das Wochenende bereithält, schließlich ist ja Holi, das Farbfestival. Wir müssen uns noch mit einem weißen Tshirt rüsten, Farbe haben wir schon. Ach ich bin so gespannt. Wie eine nachgeholte Schneeballschlacht – allerdings auch nicht grad ungefährlich...ich bin ganz froh, dass wir hier in Bhaktapur bleiben uns uns somit auch vor der Farbenexplosion zurückziehen können.

Nungut, liebe Grüße mit sonnenstrahlen gespickt.